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Einen Markt für Cloud-Dienste, bei denen die Daten nicht über die ganze Welt, bzw. nicht in den USA gespeichert werden gibt es nicht erste seit dem Safe Harbour-Abkommen. Microsoft möchte die mit zwei deutschen Rechenzentren und eine, nicht unbekannten Datentreuhänder ab 2016 realisieren.

Die beiden Rechenzentren werden von der Telekom in Frankfurt am Main und in Magdeburg betrieben - eine Übertragung der Daten in andere Rechenzentren finde nicht statt. Ausserdem soll man die Wahl haben ob die Dienste öffentlich, privat und hybrid genutzt werden oder ob man seine Dienste aus/über deutsche Rechenzentren beziehen möchte. Vermutlich wird es auch eine dementsprechende zweigleisige Preispolitik geben.

Microsofts Interims-Deutschlandchef Alexander Stüger betonte bei der Präsentation in Berlin: "Die Daten liegen in deutschen Rechenzentren, betrieben von einem deutschen Unternehmen, unter deutscher Rechtsprechung“.

Betreut und verwaltet wird die Cloud von T-Systems. T-Systems-Chef Reinhard Clemens sagte "Endlich haben wir eine deutsche Cloud“. Demnach hat T-Systems die physikalische Hoheit über die Daten. Beide Standorte sind über die Netzanbindung hinaus noch mit einer dedizierten Netzstrecke verbunden um Ausfallsicherheit und Redundanz zu maximieren.

Nach dem Safe-Harbor-Urteil des Europäischen Gerichtshofes, der das umstrittene Abkommen zum Datenaustausch zwischen EU und den USA gekippt und damit für starke Verunsicherung bei internationaler Datenverarbeitung gesorgt hat, passt das Angebot wie geschnitten Brot in die aktuelle Zeit.

Da das Angebot sehr kurzfristig nach dem Safe-Harbor-Urteil vorgestellt wurde, kann man davon ausgehen das es keine Reaktion darauf ist, sondern sorgfältig geplant wurde.

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