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Whatsapp plant eine angeblich rechtskonforme Datenweitergabe an Facebook

Die Weitergabe von Nutzerdaten zwischen Whatsapp und Facebook ist innerhalb der EU unzulässig - doch der US-Konzern gibt nicht auf und könnte bald einen neuen Versuch starten.

Der beliebte und auch umstrittene Messagingdienst Whatsapp will die Daten seiner Nutzer künftig auf Basis der neuen EU-Datenschutzverordnung an den Mutterkonzern Facebook weiterleiten - das geht aus einer Erklärung des Dienstes hervor, die mit der britischen Datenschutzbeauftragten Elizabeth Denham vereinbart wurde.

Das Unternehmen teilte in einer achtseitigen Verpflichtungserklärung mit, bislang keinerlei Daten europäischer Nutzer mit Facebook-Firmen für eine kommerzielle Nutzung ausgetauscht zu haben.

Richtig: Für eine kommerzielle Nutzung ...?

Nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai 2018 sei jedoch "beabsichtigt", einen Datenaustausch auf Grundlage der neuen Datenschutzregeln zu starten. Der Messengerdienst räumte zudem ein, dass Facebook-Unternehmen die Nutzerdaten bereits verarbeiten würden, um Whatsapp "in den Bereichen Infrastruktur, Analyse und Monetarisierung" zu unterstützen.

Die Daten der Nutzer sollen nur "in voller Übereinstimmung" mit den Erfordernissen der Verordnung weitergeleitet werden. Das gelte sowohl für die Rechtsgrundlage als auch für die Information der Nutzer.

Diese Aussage dürfte bedeuten, dass Whatsapp demnächst die Nutzer um Zustimmung bitten muss, die Daten an Facebook weiterzuleiten. Das sogenannte Kopplungsverbot der Verordnung untersagt jedoch, die Datenweitergabe an die Nutzung des Dienstes zu koppeln.

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